Artist Statement

Bei der Vorbereitung meiner Ausstellung im Düsseldorfer Landtag (2011) wurde mir bewusst, dass sich in meinen Bildern genau die Themen widerspiegeln, mit denen ich mich seit Jahrzehnten in meiner Forschung und meinem akademischen Berufsleben beschäftigt habe: Identität und Persönlichkeit; Kommunikation und Interaktion; Weiblichkeit.

 

Darüber hinaus thematisiere ich zunehmend das facettenreiche und fragile Verhältnis von Mensch und Natur.

 

Meine Malerei bildet eine Realität ab, die ich nicht in Worte fassen kann: sie zeigt eine „Welt zwischen Welten“. In der Regel gehe ich mit einer Idee in das jeweilige Bild und verknüpfe naturalistische Elemente mit Abstraktionen. Während des Arbeitens entwickelt sich diese Idee weiter. Entwickelt auch eine eigene Dynamik. Das Ergebnis überrascht mich manchmal selbst. Immer wirken die Bilder auf mich zurück. 

 

Meine Kunst ist nicht intentional, nicht anwaltschaftlich. Vielleicht berührt sie aber in den Betrachtenden eine tiefgründige Emotionalität, regt dazu an, innezuhalten, standzuhalten und das Gesehene zu reflektieren.




Reviews

WELTZWISCHENWELTEN

Die Bilder von Claudia Böger üben eine besondere Faszination aus. Beim Betrachten empfinde ich, dass Tiefe und Leichtigkeit kein Widerspruch sein müssen. Die Künstlerin nähert sich jedem ihrer Werke behutsam, trägt Schicht um Schicht auf und gelegentlich verändert sie das Werk im Lauf des Entstehungsprozesses wieder und wieder. Man kann in ihre Bilder „eintauchen“, sich einlassen auf eine nicht immer erklärbare „Welt zwischen Welten“. Damit erreicht die Künstlerin ein großes Ziel der Kunst: Visionen zu wecken. 

Ute Schäfer, Staatsministerin a.D.